Epson Moverio BT-200 ( Hands-on Test )

Die BT-200 ist eine Stereo AR-Brille von Epson und erschien damals als direkter Konkurrenz zur Google Glas. Obwohl Sie heute, mit einem Alter von über 2 Jahren, leider als veraltet gilt, hat man damals für den verhältnismäßig geringen Preis von 699 € ein recht solides Paket erhalten. So konnte die Brille Bilder, Videos und sogar 3D-Modelle im Side-by-Side Modus darstellen und deckte mit WLAN, Bluethooth und WiFi-direct ein breites Spektrum an Kommunikationsprotokollen ab.

Sie ist auch die erste Brille die standardmässig von AR-Frameworks wie Vuforia, Wikitude und ARtoolkit unterstützt wurde, was aus damaliger Sicht etwas verwunderlich war. Denn die BT-200 ist ironischerweise niemals für den Einsatz im AR-Bereich gedacht gewesen. Das macht sich vor allem an der Recht schwachen Kamera bemerkbar.

Steuerungseinheit


Die Steuerungseinheit beinhaltet die CPU, den Speicher und diverse Sensoren. Außerdem enthält Sie Anschlüsse für die Brille, eine Speicherchipkarte und ein Micro-USB Kabel. Sie hat ungefähr dieselbe Größe wie ein Handy und liegt gut in der Hand. Anstatt des Touchscreens hat man jedoch ein Touchpad, womit man den Zeiger auf der Brille steuert. Außerdem hat sie ein paar Knöpfe, wie einen “Home” Button, welche den Knöpfen auf einem Android Handy nachempfunden sind.

Das Kopfteil


Das Kopfteil läßt sich eine normale Brille tragen und enthält die Kamera, die Quarzkristalle für die Projektion und diverse Sensoren. Zusätzlich hat die Brille einen Aufsatz für den Einsatz bei extremer Sonneneinstrahlung und einen Anschluss für ein Mikrofon. Brillenträger können Sie zwar über die normale Brille tragen, jedoch drücken beide bei korrekter Trageweise gegen die Augen. Dies ist auf Dauer unangenehm und nicht für längere Zeit zu empfehlen.

Die Brille ist durch die Kamera etwas frontlastig und neigt dazu nach vorne zu rutschen. Deswegen empfehlen wir sie mit einem extra dafür vorgesehen Gummiband zu tragen, welche die Brille fixiert.

Handhabung

Bei der Nutzung der Brille hat man das Gefühl, als würde ein Tablet in einiger Entfernung vor einem schweben. Das Tablet kann man über die Steuereinheit ansprechen und diverse “Apps” darauf laufen lassen. Diese Apps übernehmen dann die eigentlichen Funktion, wie die Darstellung von AR-Inhalt. Zusätzlich kann man in den 3D Modus umstellen, wodurch das linke Augen ein anders Bild als das rechte Auge zugespielt bekommt.

Was man nicht erwarten darf

  • Lebensechte Ansichten, wie in den Werbevideos für die Hololens
  • Genaue Überblendungen von Inhalten über die reale Welt
  • “Einfache” Steuerungsmöglichkeiten
  • Etwas anderes als einen “Blick durch ein Bullauge”
  • Ein Erlebnis das einem “vom Hocker haut”

Was man erwarten darf

  • Darstellungsmöglichkeit für viele Formate ( Bilder / Videos / 3D-Elemente )
  • Solides und robustes Produkt
  • Vielfältige Kommunikationsmöglichkeit
  • Freie Hände
  • Gutes Preis / Leistungsverhältnis ( Für damals )

Fazit

Wenn man nicht soviel erwartet, dann erhält man ein solides Produkt und es war vor zwei Jahren auf jeden Fall sein Geld wert und die perfekte Einstiegsbrille. Was aber damals für Ihre Anschaffung sprach, war die frühe Verfügbarkeit. Schon damals waren etliche andere AR-Brillen angekündigt, aber bei näherer Recherche hat man schnell festgestellt. Das sich diese Brillen alle noch in der Entwicklung befanden.

Wenn man jedoch dran denkt, sich in nächster Zeit eine billige AR-Brille anzuschaffen empfiehlt AnyMotion auf die BT-300 zu warten. Heute ist die BT-200 leider veraltet und die BT-300 stellt eine solide Verbesserung der BT-200 in allen Bereichen dar.  Zusätzlich scheint sie mit 799 € ( nur Vorbesteller ) nur unwesentlich teurer als die BT-200 zu sein.

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